Junggeburth fordert Klima-Sonderprogramm für Altenheime und Krankenhäuser
Hitzewellen sind längst ein Stresstest für Nordrhein-Westfalens Pflege – Junggeburth fordert Klima-Sonderprogramm für Altenheime und Krankenhäuser
Mathias Junggeburth, SPD-Kreistagsabgeordneter im RKN, Sprecher im Gesundheitsausschuss und Landtagskandidat für Dormagen, Grevenbroich, Rommerskirchen und Teile von Jüchen, fordert ein landesweites Sonderinvestitionsprogramm für klimaresiliente Altenheime und Krankenhäuser.
Die aktuellen Extremtemperaturen sind in Nordrhein-Westfalen längst keine Ausnahme mehr. Mehrere aufeinanderfolgende Hitzetage und tropische Nächte ohne ausreichende Abkühlung stellen insbesondere hochbetagte, pflegebedürftige und kranke Menschen vor erhebliche Gesundheitsrisiken. Gleichzeitig geraten Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie Rettungsdienste zunehmend an ihre Belastungsgrenzen.
Aktuelle Berichte aus Nordrhein-Westfalen zeigen, dass zahlreiche Pflegeeinrichtungen trotz bestehender Hitzeschutzpläne noch immer nicht über ausreichend klimatisierte Aufenthalts- oder Bewohnerbereiche verfügen. Ursache sind häufig fehlende finanzielle Mittel für notwendige bauliche Anpassungen.
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts und des Umweltbundesamtes sterben in starken Hitzesommern mehrere tausend Menschen vorzeitig an den Folgen extremer Hitze. Bund und Fachgesellschaften empfehlen deshalb einrichtungsbezogene Hitzeschutzpläne, bauliche Verschattung, Kühlräume und langfristige Investitionen in klimaresiliente Gebäude. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass diese Maßnahmen erhebliche finanzielle Ressourcen erfordern.
Für den Gesundheits- und Pflegemanager Mathias Junggeburth ist deshalb klar:
„Hitzeschutzpläne und Empfehlungen sind wichtig, reichen aber allein nicht aus. Viele ältere Pflegeheime verfügen weder über ausreichende Verschattung noch über klimatisierte Aufenthalts- oder gar Bewohnerzimmer. Nach mehreren Tagen extremer Hitze ohne nächtliche Abkühlung geraten Gebäude, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Beschäftigte gleichermaßen an ihre Belastungsgrenzen.“
Besonders kritisch sieht Junggeburth die Finanzierung:
„Von Bewohnerinnen und Bewohnern kann nicht erwartet werden, ihre Zimmer auf eigene Kosten mit Klimageräten auszustatten. Viele Einrichtungen verfügen weder über ausreichende Stromkapazitäten noch über eine Refinanzierung zusätzlicher Energiekosten. Wer Hitzeschutz fordert, muss ihn auch finanzieren.“
Landtagskandidat Junggeburth fordert deshalb:
„Die Verantwortung darf nicht länger auf Pflegeeinrichtungen und ihre Bewohnerinnen und Bewohner abgewälzt werden. Der Klimawandel ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Deshalb muss auch das Land Nordrhein-Westfalen endlich die finanziellen Voraussetzungen schaffen, damit Pflegeheime und Krankenhäuser ihre Gebäude an die neue klimatische Realität anpassen können.“
Kritisch bewertet Junggeburth die Bilanz der CDU-geführten Landesregierung. Zwar existieren inzwischen zahlreiche Handreichungen und Empfehlungen zum Hitzeschutz für Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser.
„Empfehlungen ohne Finanzierung helfen niemandem. Sie erzeugen Erwartungen, lösen aber keine Probleme.“
Auch bei seiner Gegenkandidatin, der CDU-Landtagsabgeordneten Heike Troles, ist keine Initiative erkennbar, die sich ausdrücklich für ein landesweites Investitionsprogramm zur Klimaanpassung von Altenheimen und Krankenhäusern einsetzt. Auch sind konkrete parlamentarische Vorstöße zur Finanzierung entsprechender baulicher Maßnahmen in Pflegeeinrichtungen bei Fr. Troles nicht ersichtlich.
„Während Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie Rettungsdienste in überhitzten Gebäuden täglich alles geben, bleibt die CDU-geführte Landesregierung beim entscheidenden Punkt untätig: der Finanzierung. Der Klimawandel ist längst Realität – unsere Gebäude sind es vielerorts noch nicht.“
Abschließend erklärt Mathias Junggeburth:
„Mein herzlicher Dank gilt allen Pflegefachkräften, Ärztinnen und Ärzten, Hebammen und Geburtshelferinnen und Geburtshelfern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rettungsdienst sowie den vielen Ehrenamtlichen, die die ihnen anvertrauten Menschen auch unter extremen Bedingungen verantwortungsvoll versorgen. Sie leisten Tag für Tag Enormes – gerade während dieser Hitzewellen.“

